Waren Sie jemals so wütend über das Verhalten eines Menschen, dass andere scheinbar gleichgültig waren? Der große Psychologe Carl Jung glaubte, dass diese Reaktionen mit unserem „Schatten“ zusammenhängen.
Was ist Schatten?
Der Schatten ist jener Teil unserer Persönlichkeit, den wir nicht mögen, verbergen oder verdrängen. Dazu gehören beispielsweise Wut, Eifersucht, Egoismus oder auch unterdrückte Talente. Wir verbannen sie ins Unbewusste, aber sie verschwinden nicht.
Warum müssen wir uns den Schatten stellen?
Vorsprung
Wenn wir unseren eigenen Schatten nicht erkennen, schreiben wir ihn anderen zu. Wenn du „Lügner“ zutiefst verabscheust, lügst du vielleicht insgeheim selbst gern, lässt es aber nicht zu.
Freisetzung psychischer Energie
Schatten im Dunkeln zu halten, kostet viel Energie von unserer Psyche. Sie anzunehmen, bringt ein Gefühl von Leichtigkeit und Ganzheit.
Praktische Übung: Schattenjagd
Um deine Schattenseiten zu erkennen, achte auf deine Urteile:
- Welche Charaktereigenschaft anderer Menschen macht Sie extrem wütend?
- Ist es möglich, dass diese Eigenschaft (wenn auch nur in geringem Maße) in Ihnen vorhanden ist?
- Sei freundlich zu dir selbst und sage: „Ich bin auch nur ein Mensch und vielleicht habe ich diese Eigenschaft auch manchmal.“
letztes Wort
Ein wahrer Spiegel zeigt nicht nur Schönheit, sondern reflektiert die gesamte Realität. Die eigenen Schattenseiten anzunehmen, ist ein wichtiger Schritt zum inneren Frieden.